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Der Moment, in dem Schmerz zur Meditation wird, eine Aufzeichnung wahrer Heilung, die mit Leiden beginnt.

Category
  1. Meditation
Created by
  • Lumen
Die Herbstbrise, das Sonnenlicht und mein pochender Körper. In dieser Leere, in der ich nichts fühlte, waren dies die einzigen drei Dinge, an denen ich mich festhalten konnte. Das Licht, das ich mir vorgestellt hatte, erschien nicht, und es ereigneten sich keine bedeutsamen Zufälle. Doch genau dieses „Nichts“ wurde zum Beginn meiner Meditation. Meditation beginnt nicht ohne etwas. Tatsächlich konnte ich nur an diesem Ort des Nichts endlich mir selbst begegnen.
Mein Körper sendete immer noch Signale. Der Schmerz, die Schwere und das Pochen waren unangenehm, aber gleichzeitig ein Beweis dafür, dass ich am Leben war. Ich lehnte mich hinein und rezitierte leise die Fünf Gebote des Reiki. Ich beobachtete meinen Atem und ließ zwischen Ein- und Ausatmen Raum. Dieser Raum fühlte sich an wie die Leere, die nach dem Durchqueren eines Tunnels der Verzweiflung zurückblieb, aber auch wie ein Ausgang, von dem aus ich neu beginnen konnte.
Der Tunnel der Verzweiflung fühlte sich endlos an. Kaum glaubte ich, draußen zu sein, öffnete sich ein weiterer Tunnel. Ich hoffte auf einen Lichtstrahl, doch das Ende war nirgends in Sicht. Dennoch setzte ich meinen Weg fort und betete: Es tut mir leid. Bitte vergib mir. Danke. Ich liebe dich. Diese Gebete lösten nach und nach die Fesseln, die mich gefesselt hatten. Es waren Worte, die an jemanden und gleichzeitig an mich selbst gerichtet waren.
Die Dinge, die mir passieren, mögen reine Zufälle sein. Aber ich glaube, dass diese Zufälle mit meinem Karma zusammenhängen. Indem ich das glaubte, akzeptierte ich Zufälle als Teil meines Lebens. Die verworrenen Fäden, wie die Wunden in meinem Herzen, zogen sich manchmal zusammen und verwickelten mich. Doch ich sandte still Licht in diese Fäden. Ich berührte sie, nicht aus Einbildung, sondern als atmete ich die Wärme meiner Handflächen. Als ich flüsterte: „Es tut mir leid“, begannen sich die Fäden Stück für Stück aufzulösen.
Der Faden leistete keinen Widerstand. Ohne Ziehen oder Zwingen löste sich der Knoten langsam, aber sicher. In diesem Moment wurde mir klar, dass Meditation kein großes Erwachen oder mystisches Erlebnis sein muss. Allein dadurch, dass ich meinen Körper spürte, meinen Atem beobachtete und den Faden in mir streichelte, begann die Meditation.
Die Herbstbrise strich noch immer über mich hinweg, und das Sonnenlicht umarmte meinen Rücken wie eine warme Hand. Der pochende Schmerz in meinem Körper war Schmerz und Wegweiser zugleich. All das war der Beweis dafür, dass ich hier meditierte. Auch ohne das imaginäre Licht, auch ohne die mysteriösen Zeichen, war ich bereits in Meditation. In dem Moment, als mir das bewusst wurde, überkam mich ein Seufzer der Erleichterung, selbst auf der scheinbar endlosen Straße.
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