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Wenn Sie schon beim Hören des Namens Ihrer Familie ein leichtes Unbehagen verspüren,

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  1. Sitzung
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  • Lumen
Das Morgenlicht kommt immer leise. Zu einer Zeit, in der die Welt noch nicht erwacht ist, streift es sanft meine Lider und weckt mich. Ich atme langsam ein. Ein sanftes Gefühl breitet sich in meiner Brust aus, und darin erhebt sich ein uralter Schatten. Es war meine Familie, ihr Gesicht.
Dieser Name ließ mein Herz immer leicht erzittern. Es war ein Gefühl, das irgendwo zwischen Liebe und Groll schwebte. Mal wollte ich sie verstehen, mal wollte ich ihr entfliehen. Jahrelang gab es Vorwürfe gegeneinander inmitten der Härten des Lebens. Ich versuchte, diese Mauer mit Logik, Worten und Überredungskunst zu überwinden, doch jeder Versuch scheiterte wie eine brechende Welle.
Heute Morgen habe ich beschlossen, den Streit zu beenden.
Als ich in die Meditation eintrat, sagte ich mir:
Nun lasst uns dem Licht statt der Logik begegnen.
Als ich wieder zu Atem kam, spürte ich ein warmes Licht, das mich umhüllte. Zuerst war es schwach, doch allmählich durchdrang es mein ganzes Wesen. Es fühlte sich an, als würden die Verhärtungen in meinem Herzen, eine nach der anderen, verschwinden. Ich folgte dem Licht hinab zu meinem Herzen. Die Urteile meines Verstandes verstummten, und mein Herz erwachte langsam. Dort spürte ich ein uraltes Mitgefühl.
Ihr Leben zog an ihr vorbei. Die Härten ihrer Jugend, die Erinnerungen an die Verletzungen, die sie durch ihre Abhängigkeit von anderen erlitten hatte, die Zeiten, in denen sie sich im Namen des Glaubens selbst eingeschränkt hatte. Darunter verbargen sich Angst und Einsamkeit. Ich spürte diese Einsamkeit. Und mir wurde klar, dass diese Einsamkeit auch in mir wohnte.
Der Grund für meinen Groll gegen sie war vielleicht, dass ich meine eigene Angst in ihr wiedererkannte.
In diesem Moment schwankte das Licht vor meinen Augen sanft und veränderte seine Farbe. Ein grüner Schein schien auf meinen Frontallappen zuzuströmen. Ich spürte, wie das Licht scharf und ängstlich vibrierte. Es war ihre Energie, oder vielmehr der Schmerz, den ich von ihr empfand. Ich atmete hinein.
„Es ist okay. Jetzt ist alles okay.“
Ich sprach in meinem Herzen, wie ein Flüstern.
Dann begann sich das grüne Licht langsam aufzulösen. Wie ein sich auflösender Faden breitete es sich sanft wie ein Nebel aus. An seiner Stelle erblühte ein zartes gelbes Leuchten. Es war ein warmes, lebendiges Licht. Ich atmete dieses Licht mit ihr ein, mein Atem verschmolz mit ihrem. Das Licht durchströmte unsere Herzen und erfüllte unsere Körper.
In diesem Moment spürte ich es.
Im Licht ließ ich alte Ressentiments los und atmete im Einklang mit dem Licht des Mitgefühls und der Vergebung gegenüber meiner Familie.
Ich wollte, dass sie frei ist, und ich wollte auch frei sein.
Aus diesem Wunsch wurde ein Gebet, und das Gebet wurde zu Licht und kehrte zu meinem Körper zurück.
Nun bin ich nicht mehr in der Lage, sie zu verurteilen, sondern kann sie aus einer Position betrachten, in der wir gemeinsam atmen.
Ihr Leben bleibt meine Lehrmeisterin, ein Wesen, das mir Mitgefühl lehrte und in mir die Empathie weckte.
Ich rief das Licht zurück in mein Herz.
Das Licht kam vom Himmel herab, durchdrang meinen Kopf und meine Brust und floss meinen ganzen Körper hinab.
In diesem Licht spürte ich, wie sich mein Verstand und mein Herz vereinten.
Und als die beiden eins wurden, lächelte meine Seele gelassen.
Jetzt ist alles still.
So endete die heutige Meditation.
Doch das Licht floss weiterhin in mir.
Das Licht sprach, es vibrierte sanft aus der Tiefe meines Herzens.
„Liebe vollbringt nicht die Logik, sondern der Hauch der Barmherzigkeit.“
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