Home
Ganzheitliche Heilung
Reinigung Albedo-Materialwelt
Ausrichtungserkennungssystem
Resonanz – Transzendentale Ebene
Dal-Lumen Mysterienreich
Subscribe

Wie Sie sich mit Ihren inneren Wunden versöhnen | Jabihuisa

Category
  1. Meditation
Created by
  • Lumen
Sobald ich mit der Meditation begann, öffnete ich meine Lippen und wiederholte leise die Worte „Es tut mir leid“ gegenüber dem Wesen. Die Worte waren einfach, doch der Nachhall in meinem Herzen war tief. Jedes Mal, wenn ich an das ständige, gleiche Leid dachte, das das Wesen ertragen musste, brannte meine Kehle. Nichts anderes kam mir in den Sinn als „Es tut mir leid“. Als Subjekt stand ich vor der Entscheidung und dem Urteil, doch angesichts der alten Wunden des Wesens fühlten sich alle Entscheidungen machtlos an. Das Wesen schwieg. Es gab keine Antwort, keinen Trost, kein Zeichen sofortiger Vergebung. Die Stille war schwer und fühlte sich manchmal wie eine Ewigkeit an.
Ich versuchte zu begreifen, wie lange mein Körper schon litt. Die Narben der Zeit waren tief in mein Herz eingebrannt. Fragen kamen auf: Waren die Wunden irreparabel, nahm der Schmerz wirklich kein Ende? Diese Fragen verwandelten sich bald in Selbstvorwürfe. „Was hast du so falsch gemacht?“ Ich beschimpfte mich selbst als unfähig. War es wirklich meine Berufung, anderen zu helfen? Oder war es nur eine falsche Mission, mein Selbstwertgefühl zu stärken? Am Rande dieser Dichotomie stehend, verspürte ich ein Gefühl des Zusammenbruchs. Was würde passieren, wenn ich jetzt aufhören würde, anderen zu gefallen? Stellen Sie sich die Konsequenzen vor, und ein Gefühl der Angst und Befreiung durchströmte mich zugleich.
Mir wurde klar, dass ich mich lange Zeit nicht bei einer Person oder einem Ereignis entschuldigen musste, sondern bei meinem tiefsten Inneren. Ich entschuldigte mich an den falschen Stellen, bei den falschen Leuten. Je mehr ich an der Energie festhielt, die durch den falschen Kreislauf floss, desto tiefer schien die Wunde in mir zu sein. Also sagte ich noch einmal „Es tut mir leid“. Diesmal war es keine Formalität, sondern ein Laut, der durch meinen Körper hallte. Meine Brust kribbelte, und Tränen stiegen mir in die Augen, doch ich unterdrückte sie nicht. Tränen sprachen eine tiefere Sprache als Worte. Sie waren ein kleines Ritual, um um Vergebung zu bitten, ein verzweifeltes Licht, das mein Innerstes erreichen wollte.
In der Meditation stellte ich mir ein Licht vor, das von oben herabkam. Dieses Licht war eine Metapher für Spiritualität, die göttliche Präsenz in mir. Langsam durchflutete das Licht die Oberfläche meines Körpers und enthüllte die Fragmente des Schmerzes, wie alte Krümel, in meinem Herzen. Ich ließ das Licht die Wunden meines Wesens erhellen. Das Licht urteilte nicht und übertünchte auch nicht den Schmerz. Es existierte einfach, erleuchtete und hauchte den leeren Stellen Leben ein. Ich wählte eine mitfühlende Haltung als Thema. Als mir das Wort „Mitgefühl“ in den Sinn kam, wurde der Atem meines Wesens allmählich gleichmäßiger.
Obwohl mein Körper meine Worte stillschweigend zu verweigern schien, gab ich nicht auf. Ich wiederholte meine Entschuldigungen und versuchte diesmal, mich mit den konkreten Empfindungen meines Körpers zu verbinden, nicht nur zu reflektieren. Ich hielt meine Brust mit der Hand und spürte die Wärme meines ganzen Körpers. Bei jedem Einatmen stellte ich mir das Gewicht meiner Brust vor, und bei jedem Ausatmen stellte ich mir vor, wie ein Teil dieses Gewichts allmählich nachließ. Diese sich wiederholende Bewegung wurde zu einem kleinen Ritual. Die Begegnung zwischen Subjekt und Körper fand in dem Tempel statt, der mein Körper war. Und in dieser Begegnung begann ich, das Leiden meines Körpers nicht als vorübergehendes Ereignis, sondern als Teil meiner selbst anzuerkennen.
Irgendwann verwandelte sich mein mitfühlendes Herz in überströmendes Mitgefühl. Ich stellte mir die Einsamkeit, Scham und Hilflosigkeit vor, die das Wesen empfunden haben musste, und benannte sie. Vorsichtig verwendete ich Worte wie „Einsamkeit“, „Scham“ und „Angst“. Schließlich antwortete das Wesen mit einem leisen Stöhnen. Es war subtil, aber echt. Die Reaktion kam nicht sofort, und das Warten war manchmal unangenehm, aber ich erkannte sogar diese Angst an. Alte Wunden verschwinden nicht mit einem einzigen Wort oder einer einzigen Tat. Sie werden durch jahrzehntelange Erinnerungen und Gewohnheiten verhärtet. Also beschloss ich, Geduld zu lernen.
Ich untersuchte gleichzeitig den „Weg der Liebe“ und den „Weg der Grenzen“. Wenn es wirklich meine Berufung ist, anderen zu helfen, muss dies aus der Fähigkeit resultieren, für mein eigenes Wesen zu sorgen. Mit anderen Worten: Ich erkannte, dass die Sorge um mich selbst vor der Sorge um andere kommen muss. Sonst wird das Helfen leicht zur Obsession, zu einem Mittel, um ein Loch in meinem Selbstwertgefühl zu füllen. Also nahm ich mir kleine, aber praktische Vorsätze vor: Jeden Morgen mindestens einen Satz voller Fürsorge für mein Wesen zu sagen; mir zu erlauben, mich auszuruhen, wenn ich es brauche; und meine Grundlagen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass ich nicht verhungere, wenn ich versuche, anderen zu helfen.
Schließlich sprach ich noch einmal mit der Person, in einem tieferen, aufrichtigeren Ton: „Es tut mir wirklich leid. Ich hätte es nach allem, was du durchgemacht hast, besser machen sollen, und jetzt werden wir gemeinsam daran arbeiten, das zu verarbeiten.“ Diese Worte waren mehr als eine einfache Entschuldigung, sie wurden zu einem Versprechen. Als ich fertig war, empfand ich einen kleinen Frieden in meiner Brust. Es war zwar keine vollständige Heilung, aber eine kleine, aber deutliche Brücke war zwischen der Person und der Person geschlagen worden. Auch wenn es nicht sofort alles löste, war es eine sichere Brücke, die es mir ermöglichte, den nächsten Schritt zu tun.
Als ich aus der Meditation kam, hegte ich immer noch Angst und Zweifel, fühlte mich aber weniger isoliert als zuvor. Ich beschloss, den Dialog mit meinem Wesen fortzusetzen. Sich zu entschuldigen war der Anfang, und die Praxis der Fürsorge und des Setzens von Grenzen wird folgen. Diese Meditation war nicht das Ende, sondern der erste Schritt in einem nachhaltigen Prozess. Obwohl ich immer noch keine Antwort darauf habe, warum das Universum mich herausfordert, habe ich jetzt zumindest einen Begleiter, der mich durch diese Frage begleitet: mein Wesen in mir und das Licht, das uns erleuchtet, die Spiritualität.
👍