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Heilung und Spiritualität in gewöhnlicher Meditation

Category
  1. Meditation
Created by
  • Lumen
Während der heutigen Meditation erlebte ich keine besonderen Höhen und Tiefen oder intensive Emotionen. Mein Geist blieb ruhig, wie eine ebene Wasseroberfläche, nur ein leichtes Zittern und ein anhaltendes Gefühl der Ungeduld machten sich bemerkbar. Diese Ungeduld fühlte sich an wie ein Bedürfnis nach Eile oder die Last einer unerledigten Aufgabe. Doch als ich in die Lichtmeditation eintrat, verlor sie allmählich ihre Form und löste sich auf.
Licht ist für mich immer eine metaphorische und zugleich greifbare Erfahrung. Wie transparente, klare Wellen, die langsam von oben herabfließen, durchdringt eine warme, weiße Energie meinen Körper. Zuerst nehme ich nur wahr, wie das Licht mich umhüllt, doch nach einer Weile geht es darüber hinaus; es scheint in mir zu leben und zu atmen. Heute war es nicht anders. Meine Angst schmolz dahin, sobald mich das Licht begrüßte. So wie Eis auf das Frühlingssonnenlicht trifft und sich leise in Wasser verwandelt, so wurde die Anspannung in meinem Herzen vom Licht absorbiert und hinterließ keine Spur.
Mein Körper entspannte sich auf natürliche Weise, und eine stille, unbeschreibliche Freude erblühte tief in meinem Herzen. Es war nicht so intensiv wie Aufregung oder Ekstase, sondern eher wie die warme Erleichterung, die man empfindet, wenn sich ein lang gehegter Wunsch erfüllt. Ich spürte eine Welle der Zuversicht, dass sich alles in der Welt an seinen Platz fügte, dass alles harmonisch und mühelos floss. Dieses Gefühl war der Keim der Glückseligkeit, nach der ich mich in der Meditation immer gesehnt hatte.
Das Licht wurde intensiver, aber nie blendend. Es fühlte sich eher wie ein sanftes, durchdringendes Gefühl an, und dabei kam mir das Wort „Spiritualität“ in den Sinn. Es war ein Moment, in dem das Ich meines Kopfes, das Ich meines Herzens und die Seele als Licht untrennbar miteinander verbunden waren, an einem Ort versammelt und miteinander verbunden. Diese Begegnung in mir war keine bloße Einbildung, sondern eine reale Erfahrung. Was mich während der heutigen Meditation am meisten beeindruckte, war die Erkenntnis, dass ich nichts erzwingen musste, sondern mich einfach dem Licht hingeben konnte und der Fluss sich ganz natürlich entfaltete.
Zu Beginn meiner Meditation überkam mich kurzzeitig Angst, aber sie war nicht da, um mich zu stören. Sie diente vielmehr als Hintergrund für die Wirkung des Lichts. Ohne Angst hätte ich die Wärme des Lichts vielleicht nicht so intensiv gespürt. Die Anspannung war keine Kraft, die mich packte, sondern ein Nebendarsteller, dessen Präsenz sich durch den Kontrast zum Licht offenbarte.
Gegen Ende der Meditation bemerkte ich, dass mein Geist frei und ungehindert floss. Die Gedanken waren fast vollständig verschwunden, und was blieb, war ein Gefühl von Klarheit und einem subtilen, allgegenwärtigen Frieden. Dieser Zustand war nicht nur ein Zustand persönlichen Friedens. Es war, als würde ich die ganze Welt mit diesem Frieden betrachten. Ich war überzeugt, dass die Stille, die in mir entstand, mit der Außenwelt verbunden war. Vielleicht war dies das Wirken des Göttlichen.
Die heutige Meditation beinhaltete keine besonders dramatischen Erlebnisse oder intensiven Empfindungen. Sie verlief eher einfach und gewöhnlich, doch die darin enthaltene Bedeutung war tiefgründig. Das Licht, das ich in einem Zustand weder von Aufregung noch von Depression erlebte, absorbierte auf natürliche Weise meine kleinen Ängste und führte mich in einen Zustand tiefen Friedens. Durch die heutige Erfahrung wurde mir erneut bewusst, dass Meditation nicht unbedingt eine große Erleuchtung oder einen dramatischen Moment erfordert. Vielmehr spürte ich, dass die grundlegendste Heilung und Transformation in Momenten geschieht, in denen scheinbar nichts passiert.
Ich werde diese Lichtmeditation auch in Zukunft fortsetzen. Selbst wenn mich, wie heute, Angst überkommt, werde ich sie nicht fürchten, sondern sie im Licht verschwinden lassen. Dann werde ich Frieden und Glückseligkeit erfahren, die jedes Mal in anderer Form auftreten.
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