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Sie dachten, es sei ein Bandscheibenvorfall? Warnung vor diesem Muskel, der unbehandelt zum Beckenkollaps führen kann.

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  • Lumen
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  1. Becken
  2. Lendenwirbelsäule
Der Iliopsoas ist ein kräftiger Hüftbeugemuskel, der an der Lendenwirbelsäule und der Vorderseite des Beckens entspringt und zum Oberschenkelknochen verläuft. Verkürzt oder verspannt sich dieser Muskel aufgrund von langem Sitzen oder einer schlechten Körperhaltung, kann dies die Ausrichtung von Knochen und Gelenken beeinträchtigen und verschiedene Symptome und Probleme verursachen, wie beispielsweise die folgenden.
1. Anteriore Beckenkippung und Lendenlordose (Krümmung des unteren Rückens)
Da der Iliopsoas-Muskel an der Vorderseite der Lendenwirbelsäule ansetzt, zieht seine Verkürzung die Lendenwirbel stark nach vorne. Dadurch entsteht eine **anteriore Beckenkippung**, bei der das Becken nach vorne kippt und eine
Lendenlordose entsteht, bei der die Krümmung des unteren Rückens übermäßig ausgeprägt ist.
2. Chronische Rückenschmerzen (Hexenschuss)
Eine übermäßige Lendenlordose, bedingt durch eine Verkürzung des Musculus psoas major, erzeugt unnötige Scherkräfte, wie z. B. Reibung, an den unteren Wirbelsäulenabschnitten und übt Druckbelastung aus. Da sich das Becken nach vorne neigt, bleiben die Muskeln im unteren Rückenbereich zudem dauerhaft angespannt, was eine Hauptursache für chronische Rückenschmerzen sein kann.
3. Schwierigkeiten beim Aufrechterhalten einer aufrechten Haltung und Zusammensacken der Knie (Kompensationsbewegung)
Verkürzt sich der Iliopsoas-Muskel, entsteht eine Beugekontraktur, bei der das Hüftgelenk nicht vollständig gestreckt werden kann. Versucht man in diesem Zustand, sich aufzurichten, kompensiert der Körper dies durch ein stärkeres Hohlkreuz oder
eine angewinkelte Kniehaltung . Längeres Verweilen mit angewinkelten Knien erfordert eine kontinuierliche Aktivität des Quadrizeps, wodurch sich die Kniebeugekontraktur verschlimmern kann.
4. Verkürzte Schrittlänge und Gangprobleme
Für normales Gehen muss das Bein ausreichend nach hinten gestreckt werden (Hüftstreckung). Ist der Iliopsoas-Muskel verkürzt, wird diese Bewegung jedoch eingeschränkt. Dadurch kann das Bein beim Gehen nicht vollständig nach hinten gestreckt werden, was zu einer kürzeren Schrittlänge und einem reduzierten Beinantrieb führt und somit einen ineffizienten Gang zur Folge hat.
5. Erhöhtes Risiko von Hüftgelenksverschleiß und Arthritis
Bei leicht gebeugter Hüfte aufgrund eines verkürzten Iliopsoas-Muskels greifen der Oberschenkelkopf und das Becken (Gelenkspalt) nicht normal ineinander. Dadurch verteilen sich die Druckkräfte des Körpergewichts nicht gleichmäßig auf den Gelenkknorpel, sondern konzentrieren sich auf bestimmte Bereiche. Langfristig kann dies zu abnormalem Gelenkverschleiß oder degenerativer Arthritis führen.
6. Schnappende Hüfte (schnappendes Geräusch)
Bei Bewegungen wie dem Heben und Senken des Beins (z. B. bei Tanz- oder Kampfsportarten) kann eine verkürzte Iliopsoassehne beim Überqueren einer hervorstehenden Struktur des Oberschenkelknochens (wie dem Trochanter minor) schnappen, was ein schnappendes Geräusch oder Schmerzen verursacht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Verkürzung des Psoasmuskels eine Kettenreaktion im gesamten Unterkörper und der Wirbelsäule auslöst. Diese reicht über eine bloße Steifheit im vorderen Hüftgelenk hinaus und umfasst auch Schmerzen im unteren Rücken, Beckenfehlstellung (vordere Beckenkippung), Knieschmerzen und eine Verschlechterung der Gangqualität. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, den Psoasmuskel flexibel zu halten und die Bauchmuskulatur durch Dehnübungen zu stärken (z. B. durch Dehnung der Hüftbeuger in Ausfallschrittposition).
1.
Ursachen für eine eingeschränkte Hüftbeweglichkeit
- Bewegungsmangel, falsche Körperhaltung (Verlagerung nach vorn)
Wenn Sie ein drückendes Gefühl im Hüftgelenk verspüren, sollten Sie Ihr Seitenprofil überprüfen, um festzustellen, ob Ihr Becken nach vorne vorsteht.
2.
Die Auswirkungen von Bewegung und Dehnung
- Froschstellung: Entspannt steife und verkürzte Oberschenkelmuskeln und bewirkt so eine Öffnung des Beckens.
3.
Die Bedeutung der Oberschenkeladduktoren
- Erfüllt eine Funktion, die über das bloße Zusammenführen der Beine hinausgeht.
- Trägt zur Hüftbeugung, -streckung, -rotation und zur allgemeinen Stabilität bei.
- Sie steht in Zusammenhang mit der Bauchmuskulatur und ist für die Aufrechterhaltung der Stabilität der Lendenwirbelsäule unerlässlich.